
Martin Horrocks
VP Global Commercial Excellence, BASFDas Ziel ist nicht Perfektion. Das Ziel ist, es besser zu machen, als ich es als Mensch kann.
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Das Jahr 2025 ist erst wenige Monate alt. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass dieses Jahr ein echter Wendepunkt für Unternehmen sein wird. Angesichts von Ereignissen wie umfassende zollpolitische Maßnahmen der USA oder dem noch ungewissen Ausgang der Koalitionsverhandlungen könnte sich Ihr Marktausblick vom Montagmorgen bis zum Ende der Woche drastisch verändert haben. Und da wirtschaftliche Unsicherheit und potenzielle Störungen der Lieferkette auf dem Radar erscheinen, stehen Unternehmen nun vor der Herausforderung, die Planung für die Zukunft ihres Unternehmens zu überdenken – nicht nur, um die nächste Störung zu überstehen, sondern auch, um erfolgreich zu wachsen.
In diesem Umfeld ist eine proaktive Szenario-Planung wichtiger denn je. Unternehmen brauchen klare Antworten auf drängende Fragen: „Was ist zu tun, wenn Zölle in Höhe von 10 % oder 20 % eingeführt werden? Wie wird sich das auf Lieferketten, Preisstrategien und die finanzielle Belastbarkeit insgesamt auswirken?“ In der Realität geht es bei der Planung nicht nur darum, auf Veränderungen zu reagieren, sondern auch darum, das, was als Nächstes kommt, vorherzusehen und sich darauf vorzubereiten.
Um Antworten und Einblicke in diese Herausforderungen zu erhalten, hat Board mit verschiedenen Experten gesprochen, darunter mit einem Wirtschaftswissenschaftler, einem Kunden und mit Implementierungspartnern. Sie alle haben drei übergreifende Makrotrends hervorgehoben:
Erfahren Sie hier, was Experten für den Rest des Jahres erwarten und wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können…
Das ist keine Überraschung. KI bereichert bereits die Art und Weise, wie Organisationen ihre Strategien entwickeln, analysieren und Pläne umsetzen. Heute erleben wir jedoch eine deutliche Verlagerung vom Experimentieren hin zur konkreten Umsetzung. Unternehmen machen KI zu einem greifbaren Werkzeug und integrieren sie in Finanzplanung, Forecasting und Szenario-Modellierung.
Das Ziel ist nicht Perfektion. Das Ziel ist, es besser zu machen, als ich es als Mensch kann.
Die Vorreiter sind bereit, neue Erkenntnisse über Markttrends und Kundenverhalten zu gewinnen. Da die Datenkomplexität weiter zunimmt, erhöht die Integration von KI in Planungsprozesse nicht nur die Agilität, sondern ermöglicht es den Verantwortlichen auch, genauere Forecasts und Prognosen zu erstellen und fundiertere Entscheidungen über die Zuweisung von Ressourcen zu treffen.
Vor einem Jahr befragte Board 1.500 Experten, um die Akzeptanz von KI in der Unternehmensplanung zu ermitteln. Das Ergebnis: Unternehmen investieren in KI für eine Reihe von Anwendungen:
12 Monate später hat sich das Thema vom Wunsch zum konkreten Handeln gewandelt. In diesem Jahr kommen Experten direkt zu Wort. Hier erfahren Sie, wo KI ihrer Meinung nach im Jahr 2025 den größten Einfluss hat.
EINFÜHRUNG OPTIMIERTER WORKFLOWS
Im Jahr 2024 waren die Unternehmen noch dabei herauszufinden, wie sie generative KI (GenKI) einsetzen können. Viele konzentrierten sich auf Sicherheit, Ethik und erste Testfälle.
„2024 war ein Jahr, in dem sich die Menschen mit der Idee der GenKI vertraut gemacht haben“, sagt Charles Wilson von Wipro. 2025 haben Unternehmen die GenKI voll akzeptiert. „Sie bevorzugen Lösungen, die die Fähigkeiten der GenKI nahtlos in die Prozesse integrieren, um Effizienz, Innovation und intelligentere Entscheidungen zu fördern.“
Die sieben teuersten Wörter im Finanzbereich sind: „Das haben wir schon immer so gemacht."
Charles Wilson weist darauf hin, dass Instrumente für das Performance Management (EPM) in der Vergangenheit in den Zuständigkeitsbereich des CFO fielen. Angesichts des Tempos des Wandels – und des Bedarfs an finanzwirtschaftlichen und operativen Daten in Echtzeit – dürften jedoch in naher Zukunft alle Unternehmensbereiche von KI-gestützten EPM- und Planungslösungen profitieren.
„KI-Lösungen müssen in die täglichen Arbeitsabläufe integriert werden und gehören nicht in eine Silostruktur mit Data Scientists“, so Wilson. „KI ist dazu da, die überwältigende Datenmenge und Komplexität zu bewältigen, die die menschlichen Fähigkeiten übersteigt. Sie muss nahtlos in die täglichen Abläufe integriert werden und jede unserer Entscheidungen unterstützen.“
Glen Wedel von EY stimmt dem zu und prognostiziert eine Zunahme von KI-Anwendungen in der realen Welt:
„GenKI wird sich in FP&A-Prozessen durchsetzen, da führende Unternehmen bereits das Potenzial für Produktivitätssteigerungen und Erkenntnisgewinn in Echtzeit untersuchen. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der KI an Leistungsfähigkeit gewinnt, gehe ich davon aus, dass die Vorreiter im Laufe des Jahres 2025 GenKI intensiv nutzen werden.“
ANWENDUNGEN IN DER PRAXIS: WEIT MEHR ALS AUTOMATISIERUNG
Vorreiter gehen bereits über die Automatisierung hinaus und nutzen KI für Predictive Analytics, Szenario-Planung und strategische Entscheidungsunterstützung.
“Unternehmen mit einem höheren Reifegrad in der Planung werden KI-Tools verstärkt beim Planen einsetzen, um Forecasts zu verfeinern, Anomalien zu erkennen und manuelle Prozesse zu automatisieren. Dadurch werden Ressourcen in den Finanzteams für strategische Initiativen frei, ” erklärt Glen Wedel.
Selbst einfache KI-Anwendungen führen zu enormen Effizienzsteigerungen.
„Der wichtigste Treiber für die Unternehmensplanung ist nicht die spektakuläre KI, sondern die ‚einfachen Dinge, die nicht viel Nachdenken erfordern‘, wie etwa das Markieren von Fehlern. Außerdem unterstützt KI die Teams durch die Nutzung natürlicher Sprache“, sagt Robert Kugel von ISG.
Was tun die Vorreiter, die 2025 KI einsetzen werden? Glen Wedel weist darauf hin, dass KI-Modelle mit zunehmender Verbesserung immer mehr als autonome Agenten agieren und Empfehlungen – oder sogar Entscheidungen – im Namen der Mitarbeiter treffen werden. Er fügt hinzu:
„Zu den neuen KI-Anwendungsfällen gehört die agentenbasierte KI, die den Kundenservice durch personalisierte Erfahrungen verbessern und Anfragen ohne menschliches Eingreifen lösen kann.“
Letztendlich wird die agentenbasierte KI in der Lage sein, riesige Datenmengen zu verarbeiten, um die Effizienz zu steigern, die Betriebskosten durch Echtzeitindikatoren zu senken und potenzielle Risiken zu minimieren, bevor sie zu einem Problem werden. Doch Robert Kugel betont:
„Es geht nicht um Features und Funktionalitäten, sondern um den Erfolg der Unternehmen. Das Wesentliche? 2025 ist das Jahr der Umsetzung!“
RASCHES UND TRANSPARENTES HANDELN
Trotz des offensichtlichen Potenzials von KI gibt es eine Herausforderung, die Unternehmen nicht ignorieren können: Vertrauen!
„KI hilft, Ordnung in die Komplexität zu bringen, aber sie kann nicht als Blackbox funktionieren“, sagt Charles Wilson. “Wir brauchen Transparenz – ein Verständnis dafür, woher die Erkenntnisse kommen, wie die Argumentation funktioniert und wie wir die Ergebnisse überprüfen können.“ ”
“„Das andere ist, ehrlich zu sein. Der größte Fehler ist, sich zu früh auf KI einzulassen, bevor man die richtigen Daten hat“, warnt Martin Horrocks von BASF. „Wer zu früh ein Modell aufbaut, riskiert, das Vertrauen in die gesamte Initiative zu untergraben und sich am Ende selbst ein Bein zu stellen.” warns Martin Horrocks of BASF.
WAS MAN MITNEHMEN SOLLTE
2025 ist das Jahr, in dem KI den Hype hinter sich lässt. Der Erfolg hängt jedoch von einer transparenten, erklärbaren KI ab, der die Teams vertrauen – und die sie nutzen. Wie Charles Wilson treffend feststellt:
„Wir erleben einen grundlegenden Wandel in der Denkweise. Anstatt einfach nur Reports für den CEO zu erstellen, nutzen wir jetzt KI, um umfassende Analysen durchzuführen, die eine fundiertere Entscheidungsfindung ermöglichen. Dies stellt einen neuen Ansatz zur Problemlösung dar – einen Ansatz, der ein höheres Maß an Reife und Vertrauen erfordert als je zuvor.“
Zukunftsorientierte Unternehmen legen Wert auf die Fähigkeit zur proaktiven Szenario-Planung. 2025 wird diesen Trend noch verstärken. Die zunehmende Unsicherheit in Bezug auf (unkontrollierbare) externe Faktoren wie Regierungspolitik oder mögliche neue Zölle, die sich auf den Welthandel und die Lieferketten auswirken, unterstreicht wie wichtig es ist, die Agilität zu steigern.
Die Chefökonomin Natalie Gallagher stellt dazu Folgendes fest:
„Wenn die Gesundheitspolitik von Lebensmittel- und Konsumgüterherstellern verlangt, sich mit künstlichen Farbstoffen zu befassen, müssen die Unternehmen überlegen, wie sie sich schnell anpassen können. Das kann bedeuten, dass sie neue Lieferanten finden, neue Produktrezepturen entwickeln und ihre Logistik überdenken müssen. In einem dynamischen und unsicheren Markt ist es für Unternehmen von Vorteil, ständig verschiedene Szenarien durchzuspielen, um Preise und Lagerbestände effizient zu steuern.“
Im Jahr 2025 geht es darum, die Planungsprozesse der Unternehmen grundlegend zu verbessern. Das bedeutet, KI, Advanced Analytics und Machine Learning direkt in die Planungsprozesse zu integrieren.
Die Fähigkeit, schnell zu modellieren, zu planen und mit Zuversicht zu handeln, wird die Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern wahrscheinlich weiter vergrößern. Unternehmen, die externe Daten integrieren und Szenario-Planung nutzen, werden die Nase vorn haben, während Unternehmen, die sich ausschließlich auf interne Daten verlassen, Gefahr laufen, ins Hintertreffen zu geraten.
„Predictive Analytics ist praktisch nutzlos, wenn sie nur auf internen Daten basiert“, sagt Robert Kugel.Wenn man externe Marktsignale, die Aufschluss über die allgemeine Wirtschaftslage geben, nicht berücksichtigt, erhält man kein vollständiges Bild. Sich nur auf interne Daten zu verlassen, ist nichts anderes als eine Extrapolation. ”
WARUM SZENARIOPLANUNG WICHTIGER IST DENN JE
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit wird Agilität zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Unternehmen müssen verschiedene Szenarien simulieren und ihre Strategien entsprechend anpassen.
“„Was passiert, wenn die Zölle auf 10 Prozent steigen? Oder auf 20 Prozent? Wie wirkt sich das auf Ihre Lieferkette und Ihre Preisgestaltung aus?“, fragt Natalie Gallagher. „Wenn Sie diese Fragen im Voraus beantworten können, sind Sie in der Lage, Ihre Strategien sofort anzupassen.“
Die Einbeziehung externer Variablen in die Modellierung von Szenarien ist für eine genaue Vorhersage der Performance eines Unternehmens unerlässlich. Faktoren wie Markt- und Branchentrends, Wirtschaftsindikatoren und Wettbewerbsdynamik bieten einen wesentlich umfassenderen Kontext, den interne Daten nicht abdecken können. Glen Wedel von EY fügt hinzu:
„Unternehmen, die sich nur auf ihre internen strukturierten Daten stützen, lassen oft eine große Chance ungenutzt. Unserer Erfahrung nach lassen sich die größten Erfolge bei der Reduzierung von Forecast-Fehlern erzielen, wenn externe und/oder unstrukturierte Daten hinzukommen. Externe Daten sind oft bereits bereinigt verfügbar. Natürlich sind hochwertige interne Daten wichtig, aber sie sollten nicht das alleinige Kriterium sein.“
Durch die Integration beider Seiten der Gleichung können Unternehmen realistischere und agilere Forecasts erstellen, Störungen besser vorhersehen und fundierte Entscheidungen treffen, um in einem sich schnell verändernden Umfeld führend zu bleiben. Und KI kann dabei helfen, die riesigen Datenmengen zu verstehen, wie Natalie Gallagher anmerkt:
„Anstatt Millionen von Datenpunkten manuell zu sichten, kann KI die relevantesten externen Faktoren identifizieren und darauf basierend theoretische Forecasts erstellen.“
Als ich im Finanzbereich anfing, verbrachte ich Stunden damit, Excel-Formeln zu schreiben, Daten zu bereinigen und herauszufinden, wie man aussagekräftige Ergebnisse erhält. Mit GenKI kann ich jetzt ein Bild von einer Tabelle oder einer unstrukturierten PDF-Datei machen, es in ein Tool ziehen und eine Analyse durchführen. Das ändert alles!
DAS PRODUKTIONSPENDEL IN DEN GRIFF BEKOMMEN
2025 werden Predictive-Forecasting-Modelle weiter an Bedeutung gewinnen, da sie es den Unternehmen ermöglichen, die Komplexität von Angebot und Nachfrage mit größerer Genauigkeit zu beherrschen. Allerdings ist Forecasting von Natur aus eine unvollkommene Wissenschaft – und Menschen liegen selten, wenn überhaupt, zu 100 % richtig.
Stattdessen schwanken viele Unternehmen zwischen zu niedrigen Forecasts in einem Jahr – was zu Umsatzeinbußen, unzufriedenen Kunden und erhöhter Wechselbereitschaft führt – und zu hohen Forecasts im nächsten Jahr – was verfügbares Kapital in überhöhten Lagerbeständen bindet und Bedenken hinsichtlich Ineffizienz bei Vorstand und Investoren auslöst. Ein kostspieliger Teufelskreis!
„Die richtige Balance zu finden, ist teils Kunst, teils Wissenschaft“, erklärt Martin Horrocks. “Die von uns entwickelten Modelle helfen, diese Pendelausschläge zu reduzieren und die Forecasts über mehrere Zyklen hinweg immer zuverlässiger zu machen.”
KI kann helfen, dies zu stabilisieren. Horrocks fährt fort:
„KI nimmt menschliche Emotionen aus der Gleichung heraus und hilft uns, neue Sichtweisen einzunehmen. Es wird immer noch Schwankungen beim Forecasting geben, aber KI kann deren Amplitude reduzieren – so haben Unternehmen weniger Einbußen durch entgangene Verkäufe oder überschüssige Lagerbestände zu befürchten.“
ACHTUNG VOR PERSÖNLICHER VOREINGENOMMENHEIT
Prognosen zu wirtschaftlichen Trends sind nie einfach, aber die größte Herausforderung liegt möglicherweise nicht in den Daten – sie besteht eher darin, die subjektive Einschätzung zu überwinden.
„Als Menschen sind wir in unserer persönlichen Sichtweise gefangen„, sagt Nathalie Gallagher. „Wir sagen ‘das kann nicht richtig sein‘, weil wir wichtige Details übersehen oder Ideen nicht richtig bewerten.“
Der Erfolg hängt von der richtigen Infrastruktur ab, um Daten in Echtzeit zu integrieren, von einer zuverlässigen Single-Source-of-Truth und von kontinuierlich aktualisierten Erkenntnissen. Wenn diese Faktoren stimmen, sorgen sie für genaue, erklärbare und vertretbare Forecasts. Nathalie Gallagher fügt hinzu:
„Wenn ein Unternehmen Daten verwendet, um seine eigene Perspektive zu hinterfragen – oder sich sogar auf die Daten verlässt, um subjektive Erkenntnisse zu objektivieren – wird es bessere Ergebnisse erzielen, selbst wenn dies nur durch eine bessere Erklärbarkeit der Erkenntnisse geschieht.“
WAS MAN MITNEHMEN SOLLTE
Die führenden Unternehmen im Bereich Forecasting im Jahr 2025 werden externe Daten integrieren, kontinuierliche Szenario-Modellierung betreiben und KI nutzen, um Komplexität zu reduzieren. Martin Horrocks fasst zusammen:
„Bei uns hieß es immer, die Landwirtschaft sei aufgrund des Wetters und der Rohstoffpreise schwer vorherzusagen. Aber ich habe gesehen, wie fantastisch das Ergebnis ist, wenn wir uns mit statistischen Vorhersagemodellen befassen und maschinelles Lernen einsetzen, um diese Entscheidungen zu versachlichen. Die Leute sind skeptisch, ob das funktioniert, aber ich denke, dass wir zum ersten Mal verifizierbare Modelle haben – vielleicht nicht für unser gesamtes Portfolio, aber definitiv für große Teile davon.“
Mit einem umfassenden Blick auf Vorlieben und Verhalten der Kunden können Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen besser auf die Kundenbedürfnisse zuschneiden, den Lagerbestand optimieren und Verschwendung reduzieren. Performance Management-Tools helfen bei der Simulation verschiedener Marktszenarien und stellen sicher, dass Unternehmen auf unterschiedliche Entwicklungen vorbereitet sind und fundierte Entscheidungen treffen können.
Die Verantwortlichen in den Bereichen Finance, Operations und Supply Chain stehen unter großem Druck, in einem sich ständig verändernden Umfeld schnell Erkenntnisse zu gewinnen, Komplexität zu managen und sich in einer sich ständig verändernden Landschaft rasch neu auszurichten. Aber Erfolg hängt nicht unbedingt davon ab, über die besten Tools und Technologien zu verfügen, sondern auch von der Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen.
KI und Automatisierung prägen die Unternehmensplanung neu. Deshalb müssen Unternehmen ihre Teams auf diese Reise mitnehmen – indem sie sich auf eine gemeinsame Vision ausrichten, kontinuierliche Zusammenarbeit fördern und die Menschen dazu befähigen, das zu tun, was sie am besten können.
„Man kann den besten Forecast der Welt haben –aber niemand wird ihn nutzen, wenn die Akzeptanz fehlt“, warnt Nathalie Gallagher.
„ZEIGEN, NICHT NUR ERZÄHLEN“! DAS SCHAFFT VERTRAUEN IN KI-INITIATIVEN
Es braucht Zeit, bis Menschen KI-generierten Forecasts vertrauen. Martin Horrocks empfiehlt, die Arbeit für sich selbst sprechen zu lassen, um Mitarbeitende erfolgreich auf die Reise mitzunehmen:
„Zu Beginn vertraute niemand dem KI-generierten Modell in unseren Supply-Chain-Meetings. Aber mit der Zeit, als das KI-Modell die manuellen Forecasts immer wieder übertraf, wurden die Leute hellhörig. Manchmal ist es besser, die Ergebnisse einfach für sich sprechen zu lassen.“
ABTEILUNGSÜBERGREIFENDE, KONTINUIERLICHE ZUSAMMENARBEIT FÖRDERN
KI bricht traditionelle Silos auf. Planung wird zu einem unternehmensweiten Prozess und nicht nur zu einer Kernfunktion des Finanzbereichs.
„Die Überwindung von organisatorischen Silos und die Förderung der unternehmensweiten Zusammenarbeit ist schon lange eine Herausforderung – vor allem wegen der Beschränkungen von Tools wie Excel und E-Mail“, sagt Charles Wilson. Er fügt hinzu:
„Planung ist jetzt nicht mehr nur eine Aufgabe für den Finanzbereich, sondern es geht darum, das Gesamtbild zu sehen. Die Personalabteilung kann beispielsweise nahtlos mit dem Finanzbereich zusammenarbeiten und dieselben Tools nutzen, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen – etwa über die Fähigkeiten der Belegschaft oder die Messung der Mitarbeitendenzufriedenheit. Dies erstreckt sich auf alle Abteilungen und ermöglicht einen stärker vernetzten und strategischen Ansatz bei der Entscheidungsfindung.“
WAS MAN MITNEHMEN SOLLTE
Die fortschrittlichsten Planungssysteme werden ohne die Akzeptanz der Menschen keinen Erfolg haben. Im Jahr 2025 sollten sich die Unternehmen darauf konzentrieren, aktiv Vertrauen aufzubauen, die Zusammenarbeit zu fördern und eine Kultur des kontinuierlichen Lernens zu schaffen. Auf diese Weise bereiten sich Teams auf höherwertige Tätigkeiten vor. Sie können ihre Planungsprozesse in eine kontinuierliche, vorausschauende Planung umwandeln und so schnell auf operative Störungen und regulatorische Änderungen reagieren – noch bevor diese sich auf das Geschäftsergebnis auswirken.
Robert Kugel betont, dass die Einbindung der Menschen aus Sicht des Change Managements an der Spitze beginnt:
„Angesichts zunehmender globaler Turbulenzen oder sich verändernder regulatorischer Herausforderungen müssen wir uns fragen, wie wir unsere Mitarbeitenden dazu bringen können, sich an neue Technologien anzupassen. Und ich würde sagen, dass die Einstellung der Führungsebene entscheidend ist, um Vertrauen zwischen Teams und Abteilungen aufzubauen. Nur gemeinsam finden wir neue Wege, um großartige Ergebnisse zu erzielen.“
Wir sehen, dass 2025 ein entscheidendes Jahr für die Unternehmensplanung sein wird. Unternehmen, die KI einsetzen, ihre Forecasts verfeinern und die Zusammenarbeit fördern, werden besser abschneiden als ihre Wettbewerber. Diejenigen, die dies nicht tun, laufen Gefahr, in einem sich ständig verändernden Umfeld an Boden zu verlieren.
KI wird vom Hype zur Realität, Szenario-Planung ist kein Luxus mehr und der Erfolg hängt davon ab, dass die Menschen den Wandel mindestens genauso akzeptieren wie die Technologie selbst. Es geht also nicht nur um die Einführung neuer Tools oder Lösungen, sondern darum, wie Unternehmen heute denken, planen und handeln. Die Aufgaben für die Verantwortlichen von morgen sind:
Bei Board haben wir aus erster Hand erfahren, wie Unternehmen, die nicht nur nach konventionellen Methoden planen, bessere Entscheidungen treffen, eine stärkere Performance erzielen und langfristig widerstandsfähiger sind. Die Unternehmensplanung hat ein neues Kapitel aufgeschlagen, in dem es nicht nur darum geht, die Zukunft besser vorherzusagen, sondern sie neu zu gestalten.
Natalie Gallagher | Principal Economist, Board
Natalie Gallagher leitet den makroökonomischen Research-Bereich bei Board und erstellt detaillierte Analysen und Prognosen zur Unterstützung der strategischen Entscheidungsfindung der Kunden von Board. Sie führt ein Team von Ökonomen an, um wichtige Trends und Erkenntnisse zu identifizieren, die führenden Unternehmen dabei helfen, komplexe Marktdynamiken richtig einzuschätzen. Dabei konzentriert sie sich auf die Sektoren Einzelhandel, Lebensmittel und Getränke sowie Fertigung.
Martin Horrocks | Vice President Global Commercial Excellence, BASF
Martin Horrocks ist ein erfahrener Manager mit fundierten Kenntnissen der Chemie-, Beschichtungs-, Polymer- und Agrarmärkte. Er verfügt über umfangreiche Führungserfahrung in komplexen multinationalen Unternehmen und hat erfolgreich wirtschaftliche Verantwortung übernommen und gleichzeitig operatives und strategisches Wachstum vorangetrieben. In seiner Karriere bekleidete er Führungspositionen sowohl in Spezialmärkten als auch in allgemeinen Segmenten und beweist damit seine Fähigkeit, sich in unterschiedlichen Geschäftsumfeldern zurechtzufinden.
Robert Kugel | Executive Director, Information Services Group
Robert Kugel leitet das Research- und Beratungsteam für Unternehmenssoftware bei ISG, das sich auf die Schnittstelle von Informationstechnologie und Anwendungen in den Front- und Back-Office-Bereichen von Unternehmen konzentriert. Er leitet die Fachbereiche Finanzwesen und KI für Unternehmen und ist Buchautor und Vordenker auf dem Gebiet der Integrierten Business Planung (IBP). Vor seiner Tätigkeit bei ISG und zwei Jahrzehnten bei Ventana Research war er Aktienanalyst bei verschiedenen Unternehmen, darunter Credit Suisse, Morgan Stanley und Drexel Burnham, sowie Berater bei McKinsey and Company.
Charles Wilson | Thought Leader, Analytics, AI, EPM at Wipro Limited
Charles Wilson ist eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit 25 Jahren Erfahrung in den Bereichen Geschäftsprozessanalyse, Risikobewertung und Implementierung unternehmensweiter Lösungen. Er ist auf Finanzmodellierung und operative Prozesse spezialisiert und hat seine Fähigkeiten bei der Effizienzsteigerung, Performance-Optimierung und Umsetzung strategischer Wachstumsinitiativen bereits unter Beweis gestellt. Seine umfassende Branchenerfahrung erstreckt sich auf die Bereiche Banken, Versicherungen, Kapitalmärkte, Fertigung, Vertrieb, Einzelhandel, Unterhaltungselektronik, Gesundheitswesen, Biowissenschaften, Konsumgüter, Lebensmittel und Hochschulbildung, was ihn zu einer vielseitigen Führungspersönlichkeit macht, die Erfolge in einer Vielzahl von Branchen vorweisen kann.
Glen Wedel | EPM Solution Leader, EY
Glen Wedel ist eine umsetzungsstarke Führungspersönlichkeit mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Umstrukturierung von Unternehmen und der Steigerung der Performance. Er ist für seine Expertise in den Bereichen Finanzen, Analytics und operative Strategie bekannt und ein gefragter Redner auf Konferenzen in ganz Nordamerika. Er spricht über Themen wie die Entwicklung des Finanzbereichs, Outsourcing, Shared Services und treiberbasierte Planung. Seine Erkenntnisse wurden in führenden Wirtschaftspublikationen veröffentlicht. Glen Wedel ist durch und durch ein Macher und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Beratungspraktiken von Ernst & Young, KPMG und Bluespark. Dort hat er zur Geschäftsentwicklung, zum Marketing, zur Personalbeschaffung, zur Projektdurchführung und zum allgemeinen Management der Praxis beigetragen.